3. Verstärker Kunst-Film-Festival

Im Rahmen des Verstärker-Programms zur Unterstützung des künstlerischen Nachwuchses veranstaltet die GEH8 das 3. Kunst-Film-Festival.

Das Festival präsentiert am Freitag, den 24. September Kurzfilmbeiträge von Studierenden acht verschiedener Hochschulen der neuen Bundesländer. Hier entscheidet das Publikum: Kommt zum Screening und stimmt für Euren Favoriten! Die beliebtesten Beiträge erhalten ein Preisgeld, zudem verleiht eine Fachjury den vom Dresdner Künstler Heinz Schmöller gestalteten Verstärker-Award.

Alle Gewinner werden im Rahmen einer Galashow mit Livemusik am Samstag, den 25. September ausgezeichnet.

NEU DABEI: Erstmalig werden zur Galashow am Samstag Kurzfilme einer internationalen Gasthochschule gezeigt. Dabei wird künftig die Kunsthochschule einer Partnerstadt Dresdens eingeladen, sich mit Kurzfilmen zu präsentieren. Den Auftakt macht das Columbus Collage of Art and Design mit den Bereichen Animation sowie Film und Video.

 

Freitag, 24. September 2021

Eröffnung + Screening

Einlass 18 Uhr | Beginn 19 Uhr

 

Samstag, 25. September 2021

Preisverleihung

Show mit Livemusik

Einlass 18 Uhr | Beginn 19 Uhr

 

Jury

Jana Endruschat studierte Medien- & Kommunikationswissenschaft und ist seit jeher mit der sächsischen Filmszene verbunden. Mehr als 10 Jahre produzierte sie Image- & Industriefilme und arbeitete mindestens genauso lange im Produktionsdepartment für nationale u. internationale Spielfilmproduktionen. Als Volontärin im Förderbereich lernte sie die Mechanismen der Mitteldeutschen Medienförderung kennen & konnte bei der Werkleitzgesellschaft e.V. im Zentrum für Medienkunst ihr Bewegtbildspektrum erweitern. 2013–2018 war sie beim Filmverband Sachsen für Kommunikation & Netzwerk verantwortlich. Im Januar 2019 übernahm Sie die Geschäftsleitung. 

Alexandra Meißner wurde 1983 in Hoyerswerda geboren und studierte Soziologie und Kommunikationswissenschaft in Dresden. Ab 2008 arbeitete sie für das Internationale Filmfest Dresden und war sieben Jahre Mitglied der Festivalleitung. Sie ist freiberuflich als Programmgestalterin und Dozentin aktiv und berät Film- und Kulturprojekte in den Bereichen Produktion, Entwicklung und Vermittlung. Seit 2019 ist sie bei der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen Referentin für Programmförderung und Kommunikation und koordiniert hier u.a. die internationalen Residenzprogramme und den Kleinprojektefonds für den ländlichen Raum. 

Michael Merkel, geb. 1987 in Dresden, studierte nach einer Ausbildung zum Holzbildhauer Germanistik, Kulturwissenschaften und Kunstgeschichte in Dresden und Breslau. Zudem studierte er Freie Kunst an der Akademie Breslau und an der Bauhaus-Universität Weimar. Neben der Umsetzung kuratorischer Projekte stellte er bereits mehrfach im In- und Ausland aus. Er wurde ausgezeichnet mit verschiedenen Stipendien sowie Projektförderungen für sein künstlerisches Schaffen und arbeitet seit 2018 als Koordinator Programmplanung und Öffentlichkeitsarbeit im GEH8 Kunstraum Dresden. Er initiierte 2019 das Verstärker Kunst-Film-Festival, das er seither auch koordiniert.

 

Teilnehmer/-innen

 

Bauhaus-Universität / Weimar:

 

ANTONIA MANG mit FUEGO@TRINIMAR

In der Hotelbar hat sich ein Feuer entzündet. Das Hotel Trinimar liegt in Benicassim. Ein Ort, der jedem anderen an der spanischen Mittelmeerküste gleicht – Häuser und Hotelpaläste soweit das Auge reicht. Benicassim ist ein normaler Urlaubsort. Ein Ort wo viele Deutsche sich normalerweise Jahr um Jahr die Plautze bräunen. Besonders an diesem Ort war vielleicht eben der Brand mit seinen dicken schwarzen Wolken vor strahlend blauem Himmel, den Touris, bewaffnet mit Kamera und Smartphone, in Badehose und Bikini, dem Rauschen des Meeres im Hintergrund. Eben die Gefahr im Paradies.

JOHANNA RITA LEDERMANN mit V.WORD

while the world is quiet,
a person reflects on veins, body,
control, love and acceptance

NAWAR ALHUSARI mit INDEPENDENT PRESENT_01

Der Film ist der erste von mehreren Kurzfilmen mit dem Titel /Independent Present/, die die Geschichten von syrischen Flüchtlingen im Libanon und die verschiedenen Herausforderungen ihres täglichen Lebens zeigen sollen. Der Film hinterfragt die Begriffe (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft …) und ihre Auswirkungen auf das individuelle und kollektive Gedächtnis in einem sehr komplexen Alltag, der durch die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen bestimmt wird.

RIKA TARIGAN mit OBSESSED

Der Film navigiert die innere Landschaft der unkontrollierbaren Zwänge in drei Akten.

VITOR MATTOS mit WENN ALLES, WAS NOCH ZU JAGEN IST, WIR SELBST SIND

Die Video-Performance findet in einer verschneiten Waldlandschaft statt – entlang der „Blutstraße“, die die Stadt Weimar mit dem ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald verbindet. Der Performer ist in einen Tanz mit rotem Stoff verwickelt: einen Kampf mit sich selbst. Die strahlende Farbe bricht die Reinheit des Schnees, sodass sich der Tänzer fremden Blicken nicht entziehen kann.

HfBK Dresden:

 

ANNA CHOI mit GREEN SLIME

Der grüne Schleim nähert seine Ohren dem Fenster und öffnet seine Augen einen Spalt breit um genauer hinzusehen. Er hört die Stimme des Lebens und sucht den Blickkontakt mit dir. Er wird dich verschlingen.

LAURA ERIKA URBANSKI mit A MOMENT´S PERMANENCE

Das Video zeigt zwei Wartende, die dem Vergehen der Zeit ausgesetzt sind. Im selben luftleeren Raum eingeschlossen sind sie dennoch mit der Zeit allein und zweifeln zunehmend an deren Wirklichkeit. Sakral anmutender, sich überlagernder und in sich verschränkender Gesang verstärkt die Entkoppelung von den Grundparametern des Seins, Zeit und Raum, die Unbestimmtheit und Unbestimmbarkeit des Moments.

LEA HOFFARTH mit KONKAV

Ein Gewimmel an aufgeladenen Gegenständen trifft in unberechenbare perfide Fusion.

LISA MARIE BAIER mit TANNEN

 

MONA SOPHIA FREUDENREICH mit NACHTSCHATTEN I & II

Während ich schlafe, bin ich wach. Im Dunkel der Schatten zeichnen sich Gestalten ab.Sie sind mir vertraut, aber ich habe ihre Namen vergessen. Im Traum begleiten sie mich. Ich trage sie in den Tag, um ihr Geheimnis zu kennen. Immer ein wenig weiter, bis sie in mir ihr Zuhause finden.

VERONIKA PFAFFINGER mit MINIMAL GARDENING

In regelmäßig wechselnden Abständen wird die immer gleiche Stelle einer beige-braunen Wiese gegossen. Nach wenigen Tagen kann man erste Veränderungen wahrnehmen, die Wiese wird grün. Von Zeit zu Zeit verschwindet die Gießspur, um dann erneut wieder aufzutauchen. Sie verschwindet, wenn sich das Wetter verändert. Wenn es weniger heiß ist und häufiger regnet, ergrünt die ganze Fläche. Sie kann auch verschwinden, wenn ich nicht genügend Zeit finde zu gießen und die grüne Stelle in der Wiese wieder braun wird. Dabei geht es nicht darum zu gewinnen oder zu verlieren, oder einen eigenen Willen durchzusetzen; das Verschwinden ist fester Bestandteil und die Arbeit ein Dialog zwischen Mensch und Natur. Es liegt ihr eine im weitesten Sinne defensive Haltung zu Grunde, defensiv und wohlwollend gegenüber den Dingen, der (Um-)Welt im Allgemeinen, der Natur, oder konkreter: dem Kreislauf der Natur.

VIKTORIA OVSEPIAN mit JOSEPHINE

Mein Kurzfilm Josephine zeigt den langen und mühsamen Weg der Integration einer Person aus einem anderen Land. Integration in eine neue Gesellschaft und das Erreichen neuer, fast unmöglicher Ziele ist ein Hauptmotiv dieses Filmes. Der Text von Alfred Bryan „Come Josephine In My Flying Machine“ zeigt, wie man nach oben „fliegen“ kann, auch wenn es für andere unvorstellbar ist. Für die Arbeit mit diesem Film hat mich meine freiwillige soziale Tätigkeit und die Arbeit für Menschen mit Migrationshintergrund inspiriert.

HGB Leipzig:

BERNHARD BORMANN mit DAS KOKETTE UNABLÖSLICHE LIEBESVERHÄLTNIS BEFÄLLT DIE PULVERNE MÄßIGKEIT

In einem diffusen Hintergrund lassen sich Blätter erahnen. Diese Blätter durchbrechen scheinbar eine Grenze und werden dann sichtbar um wieder zu verschwinden (wie es der Wind will). Die Filmmusik greift diesen Moment auf, wenn durch eine Noise-Atmosphäre eine Melodie ertönt.
Musik: Sabine Fischer

HANNAH FRANCKE mit CARSTEN, EINE ANNÄHERUNG

Wer war Carsten? Wie ist er gestorben und warum gibt es nur noch so wenig von ihm? Der Film rührt von dem Wunsch, jemandem näher zu kommen, den man nie kennen lernen konnte. Eine Spurensuche. Der Versuch einer Annäherung. Und die Illusion dieser Möglichkeit. Carsten, mein Onkel, starb als ich noch ein kleines Kind war und ich habe keine Erinnerungen an ihn, keine Ahnung wer diese Person war und trotzdem den Wunsch ihn kennen zu lernen. Ich mache mich auf die Suche nach ihm: durchsuche alte Familienalben und schreibe Erinnerungen meiner Mutter auf, die sie an ihren Bruder hat. Es ist erschreckend wenig. Und ich frage mich was bleibt eigentlich von einer Person? Ich fotografiere was ich mit ihm verbinde. Der Film beschreibt den Versuch einer Annäherung an ihn, an meine Familie, sowie Gedanken um Erinnerung und dem Körper als Archiv.Durch Fragmente entsteht ein loses Bild einer nicht greifbaren Person.

HELENA KÜHNEMANN & KATHRIN UNGER mit WHAT WOULD YOU RATHER  BE: A PRIVACY HAVE OR A PRIVACY HAVE-NOT? AUS TWENTYFORTY – UTOPIAS FOR A DIGITAL SOCIETY

Das Konzept der Privatsphäre in einer Zeit allgegenwärtiger Technologie und sozialer Medien spaltete die Menschen zunehmend zwischen denen, die Privatsphäre schätzen, und denen, die mehr Wert auf andere Waren legen. Der Film ist eine Episode aus der Arbeit twentyforty, welche sich der Frage widmet, wie Digitalisierung unsere Gesellschaft innerhalb der nächsten 20 Jahre beeinflussen wird.

INKA HILSENBEK mit SCHLANGENNESTER IM HERZ

Zischelnde Stimmen fließen zwischen unseren Körpern Wispern Antworten, die zu spät kommen
Zwirbeln taube Gedanken
Führen Gespräche, die es nie gab.
Du erklärst mir den Krieg
(Ich hör dir nicht zu)
Nachdenken über zerbrochene Erinnerungen.

 

Hochschule Mittweida:

 

JONAS ERLER & Marian Röder

mit одиноко

JONAS ERLER & Marian Röder

mit Super(8)Skate

 

Hochschule Wismar:

ARKADIJ BLINOW, PHILIPP RING mit IMPRESSIONEN AUS DER DUNKELKAMMER

Innerhalb eines Studienprojektes mit dem Titel „Das Wetter in der dunklen Kammer“ ging es um die konzeptuelle Kombination von Fotografie und Malerei. Durch die Situation des ersten Covid-19
Lockdown, haben wir die Möglichkeit bekommen ein Büroraum in Form eines Industriecontainers
mit den Maßen von ca. 9,00×6,00×3,00m zu einer „Camera Obscura“ umzubauen. In Folge dessen
sind über einen Zeitraum von mehreren Monaten großformatige Negative entstanden. Das Größte
von ihnen, mit den Maßen 1,20×2,00m, wurde von uns im Anschluss mit Hilfe der gesammelten
Impressionen der vergangenen Zeit in einem impulsiven Gestaltungsprozess bemalt.

Kunsthochschule Berlin Weißensee:

 

MARGARETE KISS mit THE DANCE OF THE LAST NAPKIN

Um 1800 entstand entlang der Flöha eine florierendeTextilindustrie, die 1989-90 nahezu komplett einbrach und eine Massenarbeitslosigkeit nach sich zog. Zahlreiche Gasthöfe schlossen etwa zur gleichen Zeit. Der Film zeigt Szenen in einem dieser Gasthöfe in Augustusburg und verbindet sie mit der symbolischen, sisyphusartigen Aufgabe, die letzte Serviette in Bewegung und am Leben zu halten.

 

 

UdK Berlin:

KLARA KIRSCH mit FIT BY STACY – HOMETOUR

Fit By Stacy ist ein Langzeitprojekt, das Fragen zu Identität/en und Selbstvervielfältigung in der
digitalen Welt sowie weiblichen Körpern und Rollenbildern in den sozialen Medien untersucht.
In der Hometour wird die Leere in Stacys virtuellem Zuhause zur Metapher. Während sich youtube-typische Phrasen aneinander reihen, lassen sich leichte Brüche in ihrer Perfektion
erahnen.

MARYNA MAKARENKO mit IN CLOSURE

„In Closure“ ist ein kurzer dokumentarischer Essayfilm darüber, wie die Isolation aufgrund der Covid-19-Pandemie das Verständnis von Körper, Intimität und Nähe verändert hat. Während der Isolation habe ich darüber nachgedacht, wie das Virus mein Denken und Fühlen über meinen Körper und die Körper anderer Menschen verändert hat. Ich lud Freunde ein, über diese Fragen in Form von selbst aufgezeichneten Interviews und kurzen Körperporträts nachzudenken. Meine analogen Film-Fotoarchive wurden zu einer weiteren Ebene der Arbeit, die in einem aktuellen Kontext eine neue Bedeutung erhielt.

Universität Greifswald:

DEBORAH GROSS mit DIS(CONNECTED)

In Zeiten der sozialen Distanz kommen wir alle vor unseren Bildschirmen in der digitalen Welt zusammen. Mit der ganzen Welt verbunden und doch isoliert in den eigenen vier Wänden. Seit geraumer Zeit bewegen, suchen und verlieren wir uns nun als „only person“ in einem nicht realen Raum. Als hingen wir in einer Endlosschleife fest. Das Wegfallen jeglicher Bewegungsfreiheit und Nähe hat uns für die kleinen Dinge sensibilisiert. Denn ein Blick aus dem Fenster kann manchmal der ereignisreichste und intimste Moment eines Tages sein.

STEN NIKLAS WASHAUSEN mit WIRRSZANIE

Studierende aus Greifswald & Szczecin haben zusammen die kontemporären Umgangsweisen einer Krise erörtert. Hier habe ich mich dem emotionalen Umgang mit Verwirrung genähert. Einzelschicksale aus privaten Kreisen polnischer & deutscher Familien ergänzen die minimalistische Entropie, welche sich bis zu frequentierten Momenten der spontanen OmniVerwirrung verstärkt.

 

zu Gast: Columbus College of Art & Design

Asa Compton Agent Garbo
Jack Hoppy Joy Devision – The voice remains
Alyssa Morris Portrait of Mary Skrenta
Friday Smith The trip home
Matthew Hughes Understanding James
Tyler Newby Tomato Lemon
Gruppenarbeit Atomic
Bethany Haggy Sense of Self
Jonathon Dulaney Monsters life in here
Caitlin Tobin Valen
Emma Pommering Moose Can Do What They Want
Loren West Cats

 

In Kooperation mit:

     

 

Gefördert durch: