WERKRaum-Ausstellung + Vernissage // Andreas Gorlitz + Conny Köckritz – All got your issues
Die Grafiken von Andreas Gorlitz zeichnen sich durch klare Linien, eine reduzierte Farbpalette und eine ruhige, fast meditative Bildwirkung aus. Oft kombiniert er abstrakte Formen mit subtilen Texturen, sodass moderne, zugleich organische Kompositionen entstehen. Seine Arbeiten wirken strukturiert, aber nicht starr, und laden dazu ein, Details und Muster beim längeren Betrachten zu entdecken. Die Grafiken erscheinen bewusst experimentell und abstrahiert: Häufig bestehen sie aus flächigen Bildkompositionen mit unkonventionellen Formen und Mustern – keine klassischen Motive, sondern expressive Strukturen und Linienführungen. Durch ihre Abstraktion und Klarheit wirken die Arbeiten rätselhaft und fordern den Blick ebenso wie die Interpretation. Der Betrachter wird nicht mit vertrauten Bildern konfrontiert, sondern mit Zeichen, Formen und Textfragmenten, was eine konzeptuelle, assoziative Wahrnehmung ermöglicht. In diesem Sinne lassen sich die Werke beinahe als visuelle Poesie verstehen.
Seit etwa fünf Jahren spielt das Abbilden von Garagenansichten in der Malerei von Conny Köckritz eine wichtige Rolle. Dabei interessieren sie vor allem die farbigen Garagentore, die trotz ihrer Unterschiedlichkeit und Individualität der Konformität der Garagen nur wenig entgegensetzen können. In ihrer grafischen Darstellung der Garagen geht es genau um diesen Aspekt. Die in starkem Schwarz-Weiß-Kontrast gehaltenen Arbeiten zeigen eine Serialität, die sich aus der Systembauweise der Garagen und der Garagenhöfe ergibt. Durch die Reduzierung der Garagen auf ihre Grundformen – das Trapez der Seitenansicht und das Rechteck der Tore – entsteht ein Minimalismus, der es ermöglicht, die wiederkehrenden Formen zu Mustern anzuordnen. Diese Muster sind rhythmisch und zugleich statisch. Die Garagenelemente werden als Sequenzen wiederholt, bleiben jedoch klar im Format angeordnet und gerichtet, wobei horizontale und vertikale Linien dominieren. Die Reduktion zeigt die Garage als konformes Massenprodukt, das visuell teilweise große Flächen in Städten und Dörfern prägt und dennoch meist übersehen wird. Dieses Übersehenwerden steht im starken Gegensatz zur Bedeutung der Garage für ihren jeweiligen Besitzer.
VERNISSAGE: Freitag, 27. Februar 2026, 16 bis 20 Uhr, mit Visuals, Band, Musik und Getränken durch das GEH8-Ateliercafé
Dauer: 27. Februar – 05. April 2026
Ort: GEH8 WERKRaum
Öffnungszeiten: Besichtigung des Werkraums nach Vereinbarung über Mail oder durch das Fenster an der Gehestraße jederzeit einsehbar
Mehr Infos zu Andreas Gorlitz gibt’s hier!
Mehr Infos zu Conny Köckritz gibt’s hier!
Die WERKRaum-Ausstellung wird gefördert durch teilAuto Carsharing. Vielen Dank!
