| Günter
Baby Sommer French Connection
Sylvain Kassap
– as, ss, cl, bcl
Didier Levallet –
db
Günter Baby Sommer –
dr, perc
Freitag, den 16.09.2011,
20:30 Uhr geh8 Kunstraum und Ateliers e.V.

Die derzeitige geh8-Ausstellung
mit dem verheißungsvollen Namen „Paradigmi“,
die sich grob gesagt mit grundlegenden Weltsichten aller Art beschäftigt,
erfreute sich ja bereits einer äußerst bereichernden
und vor allem klingenden neuen Position in Form des Konzertes
der beiden jungen Musiker Pierre Borel und Joel Grip.
Die Exponate konnten nun seit der Eröffnung ihrer Ausstellung
ihre Wirkung voll entfalten und sowohl sicht- als auch fühlbar,
ja sogar buchstäblich wachsen. In bezug auf das nun bevorstehende
und von uns mit Aufregung erwartete Konzert wird diese Entwicklung
noch einmal ganz anders abgebildet, denn neben der jungen Perspektive
von Borel & Grip kommt nun mit dem Schlagzeuger Günter
Baby Sommer und seiner French Connection auch eine jahrzehnte
lang gereifte Position hinzu:
Leichtigkeit in der
improvisierten Musik ist selten, doch die Stärke der French
Connection. Schlagzeuger Günter Baby Sommers musiziert seit
den frühen Achtziger Jahren im Verein mit den jüngeren
Franzosen, dem Holzbläser Sylvain Kassap und dem Kontrabassisten
Didier Levallet. Diese French Connection ist eine der wichtigen
Gruppen, welche den europäischen Jazz nicht als Form dissonanter
Freiheit erklärt, sondern eine imaginäre Folklore heiter
zelebriert. Eine beschwingte und beschwingende Musik.
Seine klingende und singende Schlagzeugvielfalt bringt Sommer
zum Pulsieren, um in freiem Spielfluß mit den eingängigen
Melodien Kassaps und den grundierenden Basslinien Levallets auf
eine angenehme französisch-feinfühlige Weise zu musizieren.
Und nun noch ergänzendes
Wort für alle, die den in Dresden fest verwurzelten Baby
noch nicht kennen:
Günter Baby Sommer ist einer der bedeutendsten Vertreter
des zeitgenössischen europäischen Jazz, welcher mit
einem hoch individualisierten Schlaginstrumentarium zugleich eine
unverwechselbare musikalische Sprache entwickelt hat.
Seine musikalischen Beiträge zu den wichtigsten Jazzgruppen
der DDR wie dem Ernst-Ludwig-Petrowksy-Trio, dem Zentralquartett
und der Ulrich Gumpert Workshopband ermöglichten Sommer den
Einstieg in die internationale Szene. So arbeite Sommer nicht
nur im Trio mit Wadada Leo Smith und Peter Kowald sondern traf
mit so wichtigen Spielern wie Peter Brötzmann, Fred van Hove,
Alexander von Schlippenbach, Evan Parker und Cecil Taylor zusammen.
Sommers Solospiel sensibilisierte ihn für Kolloborationen
mit Schriftstellern wie Günter Grass.
Sommers Diskografie umfasst etwa 100 Tonträger. Als Professor
an der Musikhochschule in Dresden nimmt er Einfluss auf die professionelle
Vermittlung des zeitgenössischen Jazz an die nachfolgenden
Generationen.
http://www.babysommer.com/











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