GEH8

Kunstraum und Ateliers e.V. | Dresden

Nancy Huenger liest „Wir sind golden. Wir sind aus Blut“

Am Samstag, den 23.April um 18.00 Uhr liest Nancy Huenger im Rahmen der laufenden Ausstellung „Dicker als Wasser“  aus ihrem Buch „Wir sind golden. Wir sind aus Blut“ (ersch. 2014 bei edition AZUR).

Im Frühjahr 2014 erschien Nancy Huengers »Wir sind golden, wir sind aus Blut« – eine abgründige, atemlose Erzählung über Kinder, die ewig Kinder bleiben werden. Das Ich in diesen Texten erinnert sich an die im »Stubenkrieg« gefallenen Cousins, an verlorene Vätern, machtlose Mütter und das doppelt gebrannte Blut, das alles zusammenhält.

Inspiriert wurde das Buch von einem Bilderfund in einem Abrisshaus, von Fotos, die durch die anhaltende Feuchtigkeit miteinander verklebt waren und deren Motive sich dadurch auf bizarre Weise überlagert hatten. Nun wurde das Buch selbst zur Inspiration, indem es für Dana Berg und Max Aschenbach (GEH8) zum Ausgangspunkt für die Ausstellung »Dicker als Wasser« wurde.

OLYMPUS DIGITAL CAMERANancy Hünger, geboren 1981, studierte Freie Kunst an der Bauhaus-Universität Weimar und verschrieb sich danach ganz der Literatur. Sie lebt als freie Autorin in Erfurt. Im Jahre 2011 war sie Jenaer Stadtschreiberin, 2013 Stipendiatin des Künstlerhauses Edenkoben. Im Jahre 2014 erhielt Nancy Hünger den Caroline-Schlegel-Förderpreis der Stadt Jena für einen Essay zur Erzählung »Alte Abdeckerei« von Wolfgang Hilbig, 2015 das Thüringer Literaturstipendium Harald Gerlach.

Pressestimmen

»Es ist eine Lyrik, die offensichtlich gewillt ist, alle Register der Sprache zu ziehen, bildlich wie klanglich.« Jan Wagner

»Eine lange, tastende Übung in der Brüchigkeit, in der Vorstellungskraft des Erzählens.« Volkmar Mühleis, Deutschlandfunk

»Eine Sprache, die fließt wie ein Fluß von der Quelle weg – immer mit dem Versuch, etwas zu fassen, was eigentlich sprachlich nicht zu fassen ist.«  Michael Hametner, Buchjournal MDR FIGARO

»… tieftraurig, manchmal zornig, zugleich von einer bestechenden Schönheit …«

Maren Jäger, literaturkritik.de

»Diese vertrackte Prosa unternimmt nichts geringeres als die Suche nach dem Nullpunkt des Erzählens.« Jens-Fietje Dwars, Palmbaum.